Geschichte

Die Sozialstation Weißenhorn/Pfaffenhofen/Roggenburg e.V. wurde am 19. Juni 1979 als "Sozialstation Weißenhorn/Pfaffenhofen e.V." unter der Trägerschaft der Katholischen Kirchenstiftung Weißenhorn gegründet; am 1. Oktober 1979 nahm sie ihre Dienste auf.
Vorausgegangen war die Gründung eines Fördervereins der Sozialstation (Gründungsversammlung am 17.05.1979).

Die Einrichtung der Sozialstation wurde notwendig, nachdem die Schwesternschaft der Krankenfürsorge des 3. Ordens der Franziskanerinnen,  die lange Jahre in der ambulanten Betreuung und Pflege kranker und gebrechlicher Gemeindemitglieder tätig gewesen war, aus Mangel an Schwestern diese Dienste in Weißenhorn nicht mehr abdecken konnte. In Pfaffenhofen konnte die Schwesternschaft des 3. Ordens - vertreten durch eine Pflegefachkraft - noch über 20 Jahre länger (bis zum 1. Oktober 2000)  tätig sein. Während dieser Zeit fand die Zusammenarbeit mit der neu errichteten  Sozialstation in gutem gegenseitigem Einvernehmen statt.

1995   fand - nachdem Roggenburg dem Verein beigetreten war - die Namensänderung in "Sozialstation Weißenhorn / Pfaffenhofen / Roggenburg" statt; gleichzeitig übernahm der Verein selbst die Trägerschaft der Sozialstation. Seit der Gründung ist der Verein Mitglied des DiCV Augsburg.
            
Mitglieder der Sozialstation Weißenhorn/Pfaffenhofen/Roggenburg e.V. sind die katholischen Pfarrkirchenstiftungen und Filialkirchenstiftungen Pfaffenhofen, Attenhofen, Balmertshofen, Beuren, Biberach, Biberachzell, Biberberg, Bubenhausen, Diepertshofen, Emershofen, Grafertshofen, Hegelhofen, Holzheim, Ingstetten, Kadeltshofen, Meßhofen, Niederhausen, Obehausen, Oberreichenbach,Roggenburg, Roth, Schießen, Schleebuch, Wallenhausen und Weißenhorn 
und auch der Förderkreis der Sozialstation Weißenhorn / Pfaffenhofen / Roggenburg e.V.

Die Sozialstation Weißenhorn/Pfaffenhofen/Roggenburg e.V. ist ökumenisch ausgerichtet; die evangelische Kirchengemeinde entsendet eine/n Deligierte/n in die Vorstandschaft.

Laut Satzung ist es Aufgabe des Vereins und damit der Sozialstation, "sich im Sinne der katholischen Kirche den caritativen und sozialen Aufgaben im Bereich der Pfarrverbände Pfaffenhofen, Weißenhorn  und Roggenburg anzunehmen. Das Hauptwirkungsfeld hat dabei die Förderung, Betreuung und Pflege von Personen zu sein, die wegen ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustandes der Hilfe aus christlicher Verantwortung bedürfen. 
Die Erfüllung seiner Aufgaben sieht der Verein insbesondere in der ambulanten Kranken- und Altenpflege; in der Beratung, der ambulanten Rehabilitation, Pflege, Betreuung und hauswirtschaftlichen Versorgung gebrechlicher, behinderter oder (chronisch) kranker Menschen; in der Förderung sozial-caritativer Anliegen in den Pfarrverbänden Pfaffenhofen, Weißenhorn und Roggenburg; in der Gewinnung, Förderung und Anleitung von ehrenamtlichen Kräften; in der Ausbildung, Anleitung und Fortbildung von für die Erfüllung der genannten Aufgaben unverzichtbaren teilzeit- und vollbeschäftigten MitarbeiterInnen und in der Kooperation mit Verbänden und Einrichtungen in sozialen und caritativen Angelegenheiten."

Unter dieser Vorgabe hat sich die Sozialstation Weißenhorn/Pfaffenhofen/Roggenburg e.V. sowohl von ihrer personellen Besetzung als auch von ihren Tätigkeiten und Dienst- leistungsangeboten stetig vergrößert. 
So wurde im März 1991 in das Dienstangebot das "Essen auf Rädern" aufgenommen. Bezogen wurde dieses Essen zunächst aus der Küche des Pflegeheims in Vöhringen; seit dem 1. November 2000 kommt es aus der Küche des Weißenhorner Krankenhauses. 
Ausgefahren werden die Mahlzeiten von ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen.

Weiter unterstützt und begleitet die Sozialstation Weißenhorn/Pfaffenhofen/Roggenburg e.V. Gesprächskreise und Selbsthilfegruppen: 
Seit 1992 besteht der Gesprächskreis für pflegende Angehörige; seit 1998 die Frühstücksrunde für psychisch kranke oder angeschlagene Menschen; seit  1999 die Selbsthilfegruppe "Depressionen", seit 2002 der "Gesprächskreis für Trauernde".

Die besondere Aufmerksamkeit der Einrichtung gilt den schwerkranken und sterbenden Menschen und ihren Angehörigen und ebenso auch den Trauernden. Darum initiiert sie in Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden regelmäßig Seminare und Kurse zur Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden und hält Begegnungstage für Trauernde ab.